Farbklänge und Rhythmen in der Natur aufspüren, ihnen folgen und sie
aus dem Moment oder der Erinnerung heraus in ganz neue Klänge versetzen, wandeln. Meine
früheren Arbeiten wurden geprägt durch innere Bilder, die sich über das Äussere in mir unbewusst manifestiert
hatten. Vor einem Jahr entstand in mir das Bedürfnis bewusst den Farbklängen auf die Spur zu kommen.
Ein Ausstellungsbesuch im Lenbachhaus München brachte mich den Tagesleuchtfarben von Rupprecht Geiger
nahe. So experimentierte ich mit diesen Pigmentfarben und versuchte systematisch ihre unterschiedliche
Leuchtkraft zueinander in Beziehung zu setzen. 
Angeregt
durch
eine Weiterbildung, in der wir uns mit Rhythmen und Klängen beschäftigten, bearbeitete ich den Sommer
hindurch Farbklänge in Natur und Stadt Zürich. Es ging mir darum herauszufinden wie sich mir mein Umfeld
klanglich und rhythmisch darstellt. So beschäftigte ich mich zuerst mit den Grünklängen der Natur, die
für mich zum Ausdruck von Vielfalt, Bewegung aber auch Totem wurde. Ich versuchte sie mit dem Pinselduktus
rhythmisch zu begleiten und ihnen durch ungewohnte Farbklänge neue Gestalt zu geben. So entstanden an
die 30 konkrete und gegenständliche Bilder in einem, welche mein Suchen nach neuen einzigartigen Klängen
und Rhythmen in meinem Umfeld aufzeigen. |