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Möbel
Teppiche
Leuchten


Kunst
Baumgartner, Guido
Kastner, Manfred
Marquardt, Margaret
Curriculum
Werk
Helios
Rouge et Noir
Sequences
Ausstellung
Steudler, Jacqueline
Zanvit, S. A.
Comedy

Werk


Die Malerei begleitet Margaret Marquardt seit ihrer Jugend. Nach Abschluss der Grafikausbildung in Zürich, arbeitete Margaret Marquardt zwei Jahre lang in der Werbebranche, doch fand sie dort nicht die Möglichkeit, ihre künstlerischen Anliegen umzusetzen. Der Weg zur selbstständigen Künstlerin war kein direkter, zunächst wurde Margaret Marquardt diplomierte Übersetzerin. Heute jedoch übersetzt sie nicht mehr Worte in fremde Sprachen, sondern überträgt Stimmungen und Gefühle in ihre eigene Farben- und Formensprache.

Seit rund 15 Jahren nun malt und zeichnet Margaret Marquardt ungegenständliche Bilder, die durch ihre kräftigen, ja leuchtenden Farben bestechen. Zum Einsatz gelangen dabei verschiedene Techniken. Mit Öl- und Acrylfarben, denen sie mitunter geriebene Pigmente beimischt, malt die Künstlerin auf Holz oder Leinwand, während Gouache und Tusche auf zartes Japanpapier oder dann auf festes, handgeschöpftes Büttenpapier aufgetragen werden. In jedem Fall sind Technik und Bildträger in Hinblick auf die Gesamtwirkung bedachtsam ausgewählt. Eine ebenso grosse Rolle spielt die Wahl des Formates und Frage der Mehrteiligkeit. Viele der Werke von Margaret Marquardt bestehen nicht von ungefähr aus mehreren Blättern bzw. Tafeln. Die Idee des stetigen Wandels, den meisten ihrer Bilder zugrunde liegend, lässt sich nur in einer Serie adäquat umzusetzen: In der Abfolge wird die Veränderung von Farben und Formen erst bewusst erfahrbar.

Das zeitliche Moment ist nicht nur im Übergang von einem Bild zum anderen enthalten, sondern auch in den sich überlagernden Schichten eines einzelnen Werkes. Schicht um Schicht, mal pastos, dann wieder halb durchscheinend, baut die Künstlerin ihre Bilder auf. Mit jedem Farbauftrag wachsen die Bilder in die Tiefe, werden die Farben satter und die Leuchtkraft stärker.

Seit einigen Jahren verfolgt Margaret Marquardt parallel zwei verschiedene malerische Themen: die Gruppe der Licht erfüllten "Helios"-Bilder, in welchen satte Gelb- und Orangetöne auf helle, strukturierte Grautöne treffen, und die Gruppe der kontrastreichen „Rouge et Noir“-Gemälde, deren Farbpalette sich weitgehend auf Rot- und Schwarz- respektive Grautöne beschränkt. Beide Werkgruppen leben von der Sattheit der unvermischten Farben und der Disziplinierung der Fläche. Die Bilder wirken Energie geladen, aber nie chaotisch – im Gegenteil, höchst konzentriert in ihrer Verbindung von Kraft und Ruhe. Margaret Marquardt ist eine Meisterin des dynamischen Gleichgewichtes, sie balanciert Ruhe und Bewegung, Licht und Schatten in ihren Bildern aus, ohne sie ihrer Lebendigkeit zu berauben.
Beeindruckend ist auch, welches künstlerische Potenzial sie aus der Beschränkung der Farbpalette schöpft. Die unterschiedlichen Techniken tragen zur Vielfalt der Bildlösungen bei.
Mit ihrem sicheren Gespür für Farbnuancen und Komposition hat Margaret Marquardt ihre eigene künstlerische Sprache gefunden, und sie versteht es, in ihren Werken die Spannung zwischen den Gegensätzen im Schwebezustand zu halten.

Lucia Angela Cavegn, Kunsthistorikerin

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